Bericht der Jugendfeuerwehr Arheilgen
Gefahrgutunfall vor der Arheilger WehrWarnblinker, stechender Geruch und austretende Flüssigkeit aus einem LKW
Abdichtungsmaßnahmen an dem undichten Behältnis.
Nachdem bereits beim Berufsfeuerwehrtag im Jahre 2008 der erste Kontakt mit dem Thema "Gefahrguteinsatz" praktisch geschah und auch einige theoretische Unterrichte bereits dieses Thema berührten, war der Weg für die erste Gefahrgutübung geebnet.
Angenommen wurde folgende Situation: Beim Abladen eines Transportfahrzeug der Firma "Ex und Hopp" bemerkte der Fahrer einen unnormalen Geruch und sah anschließend, dass Flüssigkeit aus seinem Fahrzeug austrat. Unverzüglich stieg er wieder in die Fahrzeugkabine zu seinem Beifahrer, welcher bereits Kopfschmerzen äußerte, und alarmierte über Notruf 112 die Feuerwehr.
Nach der "Alarmierung" traf die Jugendfeuerwehr Arheilgen mit zwei voll besetzten Löschgruppenfahrzeugen an der Einsatzstelle ein. Durch die beiden Gruppenführer wurde umgehend eine erste Erkundung durchgeführt, welche folgende Informationen lieferte: Eine bewustlose Person im Fahrzeug sowie die Stoffnummer "UN 2789". Durch Nachfrage bei der Leitstelle erhielt man die Information, dass es sich um "acidum aceticum" (dt.: Essigsäure) mit mehr als 80 Masse-% Säure handelt.
Nachdem die Situation erkannt war, lief der Einsatz nach GAMS-Regel ab:
o Gefahr erkennen
o Absperren
o Menschenrettung durchführen
o Spezialkräfte anfordern.
Nachdem die Menschrettung abgeschlossen war, wurden die "Werkfeuerwehr Schule" mit zwei Angestellten sowie einem Fachberater an die Einsatzstelle hinzugezogen, welche anschließend mit einem Trupp der JF Arheilgen unter der Vornahme von speziellen Schutzanzügen sowie einer Zange die Leckage abdichteten.
Anschließend wurden die eingesetzten Trupps an der eingerichteten Dekontaminationsstelle gereinigt und die Entsorgung des defekten Behältnisses an eine Fachfirma übergeben.
Nachdem dieser Einsatz aus Sicht der Betreuer sehr gut abgeschlossen wurde, setzte man sich in der Fahrzeughalle nochmals zusammen und führte eine Einsatznachbesprechung durch, bei welcher die wesentlichen Punkte nochmals erläutert wurden.
Anmerkung: Eventuell reale Firmennamen sind rein zufällig!
(mo)













