Gefahrgutunfall
vor der Arheilger Wehr
Bilder Warnblinker, stechender Geruch und austretende Flüssigkeit aus einem LKW
Doch all das ist kein Grund zur Panik! Es handelte sich nur um eine
Übung der Jugendfeuerwehr, welche am vergangenen Mittwoch
(26.05.10) auf dem Gelände der FF Arheilgen stattfand.
Nachdem bereits beim Berufsfeuerwehrtag im Jahre 2008 der erste Kontakt
mit dem Thema "Gefahrguteinsatz" praktisch geschah und auch einige
theoretische Unterrichte bereits dieses Thema berührten, war der
Weg für die erste Gefahrgutübung geebnet.
Angenommen wurde folgende Situation: Beim Abladen eines Transportfahrzeug der Firma "Ex und Hopp"
bemerkte
der Fahrer einen unnormalen Geruch und sah anschließend, dass
Flüssigkeit aus seinem Fahrzeug austrat. Unverzüglich stieg
er wieder in die Fahrzeugkabine zu seinem Beifahrer, welcher bereits
Kopfschmerzen äußerte, und alarmierte über Notruf 112 die Feuerwehr.
Nach der "Alarmierung" traf die Jugendfeuerwehr Arheilgen mit zwei voll
besetzten Löschgruppenfahrzeugen an der Einsatzstelle ein. Durch
die beiden Gruppenführer wurde umgehend eine erste Erkundung
durchgeführt, welche folgende Informationen lieferte: Eine
bewustlose Person im Fahrzeug sowie die Stoffnummer "UN 2789". Durch
Nachfrage bei der Leitstelle erhielt man die Information, dass es sich
um "acidum aceticum" (dt.: Essigsäure) mit mehr als 80 Masse-% Säure handelt.
Nachdem die Situation erkannt war, lief der Einsatz nach
GAMS-Regel ab:
Gefahr erkennen,
Absperren,
Menschenrettung durchführen &
Spezialkräfte anfordern.
Nachdem die Menschrettung abgeschlossen war, wurden die "Werkfeuerwehr
Schule" mit zwei Angestellten sowie einem Fachberater an die
Einsatzstelle hinzugezogen, welche anschließend mit einem Trupp
der JF Arheilgen unter der Vornahme von speziellen Schutzanzügen
sowie einer Zange die Leckage abdichteten.
Anschließend wurden die eingesetzten Trupps an der eingerichteten
Dekontaminationsstelle gereinigt und die Entsorgung des defekten
Behältnisses an eine Fachfirma übergeben.
Nachdem dieser Einsatz aus Sicht der Betreuer sehr gut abgeschlossen
wurde, setzte man sich in der Fahrzeughalle nochmals zusammen und
führte eine Einsatznachbesprechung durch, bei welcher die
wesentlichen Punkte nochmals erläutert wurden.
Anmerkung: Eventuell reale Firmennamen sind rein zufällig!
(m.h.)
Bilder
der Übung:
