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Bericht der Feuerwehr Arheilgen

Katastrophenschutzübung Daaden 2011
Feuerwehr Arheilgen übt für den Ernstfall

Der Gesamteinsatzleiter Michael Hahn, von der Arheilger Feuerwehr, verschafft sich ein Bild über die Lage.

Am vergangenen Wochenende (17. - 19. Juni 2011) nahm die Arheilger Feuerwehr an einer Katastrophenschutzübung in Daaden (Rheinland-Pfalz) teil, welche vom Landkreis Darmstadt-Dieburg ausgearbeitet wurde. Eine Gruppe der Arheilger Wehr fuhr mit neun Mann/Frau Besatzung sowie dem neuen Löschgruppenfahrzeug 10/6 mit, um die Leistungsfähigkeit des Fahrzeuges zu testen, sich mit diesem vertraut zu machen und eventuelle Mängel im Einsatzbetrieb aufzudecken.

Die Anreise erfolgte am Freitagnachmittag. Treffpunkt der westlichen Teilnehmer war auf der Rastanlage Gräfenhausen Fahrtrichtung Nord, von welcher aus die Anreise im geschlossenen Verband, bestehend aus zwölf Fahrzeugen von Feuerwehr und DRK, begann.

Nach knapp drei Stunden Fahrt, traf man auf dem Truppenübungsplatz Daaden ein und bezog die einzelnen Quartiere, gleich gegenüber der bundeswehreigenen Feuerwehr.

Bereits für Freitagabend war die erste Einsatzübung geplant, welche jedoch entfiel, da die vorbereitenden Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks (THW) aufgrund einer Panne auf der Autobahn liegen blieben und erst in den späten Abendstunden ankamen.

Da die Übungsteilnehmer an diesem Wochenende die einzigen ‚Bewohner' des Truppenübungsplatzes waren, konnte man den Abend in geselliger Runde ausklingen lassen, ohne jemanden zu stören.

Nach dem Frühstück am nächsten Morgen, fand um 08:45 Uhr die Unterführerbesprechung statt, an welche sich im direkten Übergang die erste der beiden Übungen anschloss.

Die Übungsteilnehmer gliederten sich in folgenden Gruppen auf:
o 1. Löschzug
o 2. Löschzug
o 3. Löschzug
o Technische Einsatzleitung
o SEG Darmstadt-Land
o SEG Dieburg
o Technischer Zug (THW)

Angenommene Lage der ersten Übung war ein ausgedehnter Scheunenbrand mit Übergriff auf den angrenzenden Wald bei welchem mehrere Personen im Gebäude, sowie im Wald vermisst wurden.

Der ersteintreffende Löschzug (Erzhausen) begann umgehend mit der Menschenrettung im inneren der brennenden Scheune und einer ersten Brandbekämpfung. Aufgrund der großen Einsatzlage wurden weitere Kräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und THW aus dem Bereitstellungsraum an die Einsatzstelle nachgeordert.

Während die ersten Feuerwehreinheiten versuchten, eine Ausbreitung des Waldbrandes zu verhindern, bestand die Aufgabe der Arheilger Kräfte darin, das Waldstück auf weitere vermisste Personen abzusuchen und diese an den Rettungsdienst zu übergeben.

An diese Übung schloss sich das Mittagessen in der Bundeswehrkantine an, so dass auch einige ehemalige Wehrpflichtsverweigerer in den Genuss des Bundeswehressens kamen. Im Anschluss an das Essen wurde die nächste Aufgabe in Angriff genommen.

Vor Beginn der zweiten Übung wurde die Reihenfolge der unterschiedlichen Einheiten geändert, so dass der Löschzug ‚Mühltal' - bei welchem wir das Löschgruppenfahrzeug stellten - nun der erste Löschzug war. Ebenso wurden die Führungsrollen getauscht, so dass der Arheilger Gruppenführer nun Zugführer des ersten Löschzugs war, und somit spätere Gesamteinsatzleiter, während die Arheilger Gruppe nun einen Gruppenführer aus Groß-Bieberau ‚geliehen' bekam. Hier stellte sich eine Situation dar, welche im Ernstfall auch passieren kann, dass aus unvorhergesehenen Gründen eine Mannschaft mit einem fremden Gruppenführer arbeiten muss, welcher weder die Fähigkeiten der Mannschaft noch das Gerät kennt.

Angenommene Lage bei der zweiten Übung war ein Brandausbruch in einem Keller (welcher früher als Luftschutzbunker diente), mit Übergriff auf das darüber befindliche Gebäude bei welchem 10 Personen vermisst wurden. In der Erstangriffsphase gingen zwei Trupps der Arheilger Wehr mit Atemschutzgeräten in den Kellerbereich zur Menschenrettung und Brandbekämpfung vor, während bereits die ersten zwei verletzten Personen neben dem Kellereingang gefunden und außerhalb des Gefahrenbereiches gebracht wurden.

Aufgrund des Lageumfangs wurden durch den Zugführer weitere Einsatzkräfte nachalarmiert, welche sich dem Einsatz anschlossen. Sobald ein Einsatzende annäherungsweise in Sicht war, wurde durch die Übungsleitung immer wieder eine Lageänderung eingespielt, um die Situation zu verschärfen und die Einsatzkräfte vermehrt ins Schwitzen zu bringen.

So wurden unter anderem ein Verkehrsunfall, eine Brandausweitung, der drohende Einsturz einer Lagerhallenwand oder die Problematik mit der Löschwasserversorgung eingespielt.

Nach etwa drei Stunden war auch die zweite Übung abgearbeitet und das ‚große Aufräumen' raubte den Einsatzkräften die letzten Kraftreserven.

Am Abend erfolgte für die Führungskräfte eine gemeinsame Nachbesprechung, nach welcher beim gemeinsamen Grillen der Abend ausklang.

Abschließend lässt sich sagen, dass die sogenannte Dreitagesübung allen Beteiligten viel Spaß gemacht hat und das gemeinsame Arbeiten mit zunächst fremden Einsatzkräften problemlos funktionierte.

Ebenso wurden kleinere Mängel bei dem neuen Fahrzeug ausfindig gemacht, welche es nun zu optimieren gilt.

(mo)

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(c) Feuerwehr Arheilgen