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Einsatzbericht der Feuerwehr Arheilgen

Einsatznummer 75
Datum 17.11.2011
Uhrzeit 17:45 Uhr
Einsatzort Darmstadt-Arheilgen
Einsatzstichwort F 3
Gemeldete Lage Dachstuhlbrand
Lage vor Ort Brennender PKW in einem Innenhof
Fahrzeuge Arheilgen 30-11-1, 30-43-1, 30-44-1, 30-45-2
Fahrzeuge Fremd 1-04-1, 1-11-2, 1-23-1, 1-30-1, 1-46-1, 1-69-1, 1-66-2 + AB Atem-/Strahlenschutz, FF Innenstadt (Besetzen Hauptwache), RTW 57-83-X, RTW 58-84-1, RTW 58-84-2, Schutz- und Kriminalpolizei, Brandursachenermittlung
Einsatzbericht Wohnhausbrand in allerletzter Minute verhindert
Bei einem spektakulären Fahrzeugbrand im Innenhof eines Wohn- und Geschäftsgebäudes in der Unteren Mühlstraße gelang es der Freiwilligen Feuerwehr Arheilgen, gemeinsam mit der Berufsfeuerwehr Darmstadt, durch einen schnellen und wirkungsvollen Löschangriff eine Brandausbreitung auf das gesamte Gebäude sowie die Explosion zweier Propangasflaschen zu verhindern.

Am Donnerstag vergangener Woche gingen gegen 17:45 Uhr mehr als dreißig Notrufe über einen vermeintlichen Dachstuhlbrand in der Unteren Mühlstraße bei der Feuer- und Rettungsleitstelle Darmstadt ein.

Aufgrund der Meldungen alarmierte die Leitstelle parallel zu den Kräften der Berufsfeuerwehr den Lösch- und Hilfeleistungszug der Feuerwehr Arheilgen.

Schon auf der Anfahrt konnten die ersten Einsatzkräfte heftigen Funkenflug und Feuerschein wahrnehmen.

Die Erkundung des Arheilger Gruppenführers ergab, dass im Innenhof des mehrgeschossigen Wohn- und Geschäftsgebäudes ein PKW, die Hofüberdachung sowie diverse Einrichtungen und Gegenstände in vollem Umfang brannten. Die Überdachung war bereits durchgebrannt, die Scheiben mehrerer Fenster und einer Tür des Gebäudes waren unter der großen Hitze des Brandes geborsten, so daß eine schnelle Brandausbreitung auf das Gebäude unmittelbar bevorstand.

Der erste Angriffstrupp der FFA drang sofort unter Atemschutz in den Innenhof vor und begann mit der Brandbekämpfung. Nur durch die besonders effektive Riegelstellung des Trupps konnte ein Übergreifen des Brandes auf die Geschosse und den Dachstuhl des Gebäudes, was eine enorme Schadensausweitung bedeutet hätte, verhindert werden.

Ein zweiter Angriffstrupp der inzwischen eingetroffenen Berufsfeuerwehr unterstütze die von der FFA begonnene Brandbekämpfung. Insgesamt waren drei Strahlrohre und eine größere Anzahl an Preßluftatmern eingesetzt.

Während der Löscharbeiten wurden zwei Propangasflaschen gefunden. Diese konnten gerade noch rechtzeitig gekühlt und in Sicherheit gebracht werden. Eine Explosion dieser Druckgasflaschen, bei denen schon die Lackierung abgebrannt war, hätte dramatische Folgen gehabt.

Nachdem der Brand gelöscht war, wurden sämtliche Gebäudeteile mit einer Wärmebildkamera auf verdeckte Glutnester hin kontrolliert. Die Nachlösch- und Aufräumarbeiten dauerten bis etwa 20:00 Uhr.

Ein Feuerwehrmann wurde während des Einsatzes mit dem Verdacht auf eine Rauchgasintoxikation in eine Darmstädter Klinik gebracht.

Noch am Abend begann die Polizei mit der Ermittlung der Brandursache. Der Sachschaden wird auf circa 100.000 Euro geschätzt.

(rh)

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(c) Feuerwehr Arheilgen