Mehrere Verletzte nach nächtlichem Feuer in einem
Mehrfamilienhaus
13 Personen verletzt - verletzte Frau außer Lebensgefahr
In der Nacht von Donnerstag auf Freitag kam es in
einem darmstädter Mehrfamilienhaus zu einem
folgenschweren Feuer, bei welchem eine Etage völlig
unbewohnbar wurde.
Um 00:19 Uhr wurde der Polizei zunächst eine unklare
Rauchentwicklung gemeldet, woraufhin von der
Leitstelle die ersten Kräfte alarmiert wurden. Die
Erkundung an der Einsatzstelle zeigte eine starke
Verrauchung des gesamten zweiten Stockwerks auf,
woraufhin 30 Personen von der Feuerwehr, teilweise
über tragbare Leitern und zwei Drehleitern, gerettet
wurden. Zwölf Personen erlitten eine
Rauchgasvergiftung; eine Frau musste bewusstlos aus
ihrer Wohnung gerettet werden und schwebte bis heute
Mittag noch in Lebensgefahr - ihr Zustand ist derzeit
wieder stabil.
Gegen 00:50 Uhr war die Lage immer noch unklar, so
dass auch die FF Arheilgen mit weiterem Personal und
Material an die Einsatzstelle ausrückte. Über eine
tragbare Leiter stieg ein Trupp unter schwerem
Atemschutz an der Rückseite des Gebäudes in die
Brandwohnung ein und begann mit der Brandbekämpfung.
Als Brandursache wird mittlerweile ein technischer
Defekt ausgeschlossen, so dass die Kriminalpolizei
Darmstadt derzeit in Richtung schwere Brandstiftung
ermittelt. Ob ein Zusammenhang mit einer vor dem
Brand im Haus stattgefundenen Schlägerei besteht ist
hierbei noch unklar.
Die Feuerwehr Darmstadt war mit drei Löschzügen und
rund 60 Mann an der Einsatzstelle, eine Staffel der
Berufsfeuerwehr und eine Gruppe der FF Arheilgen
stellten während der Lösch- und Nachlöscharbeiten den
Grundschutz der Stadt sicher.
Neben Feuerwehr und mehreren Streifen der Polizei war
auch der Rettungsdienst mit einem Großaufgebot an der
Einsatzstelle, welches aus fünf Rettungswagen (einer
von der Werkfeuerwehr Merck), einem
Notarzteinsatzfahrzeug, dem Leitenden Notarzt, dem
Organisatorischen Leiter Rettungsdienst sowie einer
Schnell-Einsatz-Gruppe 'Betreuung' des DRK
Darmstadt-Mitte bestand.
Die FF Arheilgen war mit insgesamt 24 Mann im
Einsatz, von denen 16 an der Einsatzstelle waren.
(mo)
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